Kunst als Wertanlage: Warum immer mehr Menschen ihr Erspartes in Kunstwerke investieren

Kunst als Wertanlage: Warum immer mehr Menschen ihr Erspartes in Kunstwerke investieren

Geldanlagen sind ein heikles Thema, besonders aber in der heutigen Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit. Die Wirtschaftskrise 2008 sitzt den meisten Menschen noch tief in den Knochen, aber auch Aktieneinstürze wie zum Beispiel in China, Inflation und wirtschaftliche Rezession verunsichern die meisten Menschen. Worin investiert man also dann sein hart Erspartes, wenn Aktien und Währungen instabil und oft nicht einmal lohnenswert sind? Für immer mehr Menschen ist die Investition in Kunst das Leitmotto, wie Zahlen beweisen: Laut CNN wurden am Kunstmarkt alleine im Jahr 2013 über 66 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Warum der Kunstmarkt so boomt, und 2015 ein guter Zeitpunkt ist, um in den Kunstmarkt zu investieren, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ein Markt mit Potenzial

Der Kunstmarkt ist ein relativ wenig erforschtes Gebiet für die Finanzwelt. Oft als Ort für Liebhaber und Sammler abgetan, interessierten sich viele Leute nicht für den Kauf von Kunstwerken oder mieden die Branche generell. Da durch die Umbrüche in der Hochfinanz besonders in den letzten Jahren Ausschau nach neuen Investitionsmöglichkeiten gehalten wird, wittern viele Leute eine Geschäftsmöglichkeit, und investieren schon jetzt in die Kunstindustrie.
Denn kaum ein Markt ist so intransparent und unterschiedlich wie die Kunstbranche. So könnte es gut sein, dass sich Kunstwerke zum Beispiel nach dem Tod des Künstlers enorm in Sachen Wert steigern, sich Trends für gewisse Gemäldearten entwickeln oder ein Bildhauer einen völlig neuen Stil entwirft. De facto sind die Möglichkeiten ganz anderes, weil Veränderungen in der Regel nicht durch Umbrüche in der Natur oder durch Wertschwankungen vorfallen (wie beispielsweise am Rohstoffmarkt).

Viele Optionen, hohe Renditen

Möglichkeiten, grosse Profite zu erzielen sind allerdings jetzt auch schon vorhanden. Denn abgesehen von enorm teuren Kunstversteigerungen wie zum Beispiel „der Schrei“ von Edward Munch, das für über 119 Millionen US-Dollar den Besitzer wechselte, ist das Kunstgewerbe auch für Risikoinvestoren interessant. Denn schliesslich gibt es jährlich tausende von jungen Nachwuchskünstlern, die sich nichts sehnlicher wünschen, als in die Fussstapfen von Picasso und Co. zu treten. Einige wenige schaffen es, ganz gross raus zu kommen. Risikoinvestoren im Kunstgeschäft versuchen aus dem Pool an Nachwuchskünstlern die besten Talente herauszusuchen, und in ihr Potenzial zu investieren – mit der Hoffnung, dass es dessen Kunst schafft, ganz gross rauszukommen und es sich am Ende alles mehr als ausgezahlt hat.

Eine feste Wertanlage

Abgesehen dieser Chancen und Möglichkeiten hat Kunst als Anlage einen entscheidenden Vorteil gegenüber Investmentfonds, etc.: Sie ist physisch vorhanden. Anders als Geld kann sie nicht einfach durch die Fehlentscheidungen einiger Banker entwertet werden, oder durch eine Wirtschaftspolitik entwertet werden. Sie ist real und stellt einen Gegenstand von konstantem Interesse von Millionen von Menschen weltweit dar. Zwar sind Kunstobjekte Diebstahl oder etwa Hausbränden, etc. ausgesetzt, moderne Sicherheitssafes können das Risiko allerdings minimieren.
Wer sein Geld in materielle Dinge investieren will, anstatt in Zeiten von Krise und Bankenrettungen auf Währungen, Fonds, etc. zu setzen, könnte mit Kunstobjekten genau richtig liegen. Denn diese werden weder alt noch das sie einem derart manipulativen Markt, wie den des Aktienmarkts beispielsweise, ausgesetzt sind. Das Risiko ist je nach Vorliebe wählbar, je unbekannter der Künstler allerdings ist, desto unsicherer (und vielleicht auch gewinnbringender) die Investition. Sicher ist allerdings die Tatsache, dass der Kunstmarkt eine zunehmend wichtigere Rolle in der Finanzwelt und für Investoren spielen wird, als in den letzten Jahrzehnten.

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